1950 - 1956

Nachdem von den fußballbegeisterten Friesenhofener Sportfreunde in den Jahren 1949/50 durch eigene Handarbeit der Sportplatz auf dem Ebnat gebaut war, hat am 21. Juni 1950 die Gründungsversammlung stattgefunden, zu der 22 Sportfreunde anwesend waren, um die Sportgemeinde zu gründen. Zum 1. Vorstand wurde Paul Jugel, 2. Vorstand Otto Engstler, Kassier Walter Heise und Schriftführer Eugen Neff gewählt. Fußballabteilungsleiter wurde Alfred Hoffmann. Die Sportplatzeinweihung auf dem Ebnat am 02.08.1950, verbunden mit einem Kinderfest, war ein großes Erlebnis, mit Sicherheit auch das Spiel gegen Isny, das 0:3 endete. Nachdem die erste Spielrunde absolviert war, hat sich die Vorstandschaft verändert. 2. Vorstand wurde Peter Albrecht, Kassier Karl Biggel. Aus den Spielberichten, soweit welche vorhanden sind, kann man entnehmen, daß gute Spieler 2 Mannschaften gebildet haben und Friesenhofen oft als Sieger vom Platz ging. Franz Fischer hat im Mai 1952 die Fußballabteilung übernommen und zum 1. Vorstand wird Josef Hummel im März 1953 gewählt. Aus den Jahren 1954-1956, wo sogar in der Verbandsrunde gespielt wurde, sind keine Unterlagen mehr vorhanden. Übrig geblieben sind Erinnerungen, wo Höhen und Tiefen enthalten sein dürften. Eine kurze Ära der ersten Sportgemeinde Friesenhofen ging zu Ende.

1960

Am 03. September wird die Sportgemeinde Friesenhofen gegründet. Im Protokoll der Gründerversammlung im Gasthaus ‘‘zur Sonne‘‘ in Friesenhofen ist vermerkt: Gutsverwalter Josef Hummel eröffnet die Versammlung und begrüßt die Sportfreunde, besonders Bezirksvorsitzenden Michael Schuck und Staffelleiter Hugo Straub. Nachdem festgestellt wurde, daß die Gründung eines Sportvereins gewünscht und durch Handzeichen bekräftigt wird, tragen sich die aktiven Fußballer und auch die passiven Mitglieder in eine Liste ein. Hauptlehrer Furtwängler verliest dann die Satzung des Vereins, die in den einzelnen Paragraphen die Zustimmung der Versammlung findet. Es werden gewählt: 1. Vorstand Josef Hummerl, 2. Vorstand Alois Bodenmüller, Kassier Albert Dick und Schriftführer Hans Furtwängler. Der Verein wird in das Vereinsregister eingetragen und erhält die genaue Bezeichnung: Sportgemeinde Friesenhofen e.V. 1960.

1962

Im Dezember 1962 leitet der kommissarische Vorstand Alois Bodenmüller die Hauptversammlung, nachdem Josef Hummel sein Amt niedergelegt hat. 1. Vorsitzender wird Alois Bodenmüller, 2. Vorsitzender Alfred Hoffman und Kassier Josef Müller.

1964

Bei der Hauptversammlung 1964 gibt Alois Bodenmüller sein Amt an Josef Frick ab.
2. Vorsitzender bleibt Alfred Hoffmann, Kassier Josef Müller.

1965

In diesem Jahr wird Karl-Heinz Hentschel 1. Vorsitzender. 2. Vorsitzender wird Hubert Steible, Kassier bleibt Josef Müller.

1966

Das erste Flutlicht wird gebaut und auch ein Geräteschuppen beim Sportplatz auf dem Ebnat. Mit viel Energie und Ehrgeiz werden die Vorbereitungen für ein erstes Pfingstturnier getroffen. Aber an Pfingsten war naßkaltes Wetter und der erhoffte finanzielle Erfolg blieb aus. Der Verein ist finanziell am Ende und keiner weiß genau, wie es weitergehen soll. Vorstand Hentschel ist plötzlich verschwunden und der junge 2. Vorsitzende Hubert Steible und Kassier Josef Müller stehen alleine mit der Mannschaft da. Ein Gremium von 5 Mann wird gebildet, die versuchen, den Verein zu retten. Die Gemeinde bewilligt ein Darlehen, aber weiteres Geld wird benötigt.

1967

Die Hauptversammlung wählt Hubert Steible zum 1. Vorsitzenden. 2. Vorsitzender wird Willi Schulz, Kassier bleibt Josef Müller. Es wurde ein Sportlerball und ein Pokalturnier veranstaltet, beides mit sehr großem Erfolg. Der Verein ist regelrecht finanziell gerettet. Das Darlehen der Gemeinde kann stufenweise abgebaut werden.

1969

Der geplante Bau der Schule mit Turnhalle rückt in hoffnungsvolle Nähe und kurz vor Wintereinbruch wird mit dem Bau begonnen. Der Sportplatz muß weichen und Martin Altenried stellt einen Ausweichsportplatz zur Verfügung.

1970

Es gibt einen Wechsel in der Vorstandschaft: 1. Vorsitzender bleibt Hubert Steible, 2. Vorsitzender wird Werner Schnaderböck und Kassier wird Anton Gegenbauer. Der Bau der Turnhalle geht voran und man macht sich Gedanken, wie die Halle wohl am besten zu nützen sei.

1971

Der Bau der Turnhalle wird in diesem Jahr abgeschlossen. Die Judogruppe wird von Jörg Fackler ins Leben gerufen, der Erfahrung von der TSG Leutkirch mitbringt. Die zweite neue Abteilung wird dann die stärkste Gruppe. Drei Gymnastikgruppen werden gebildet, zwei Frauen- und eine Herrengruppe. Die Mitgliederzahl steigt sprunghaft von ca. 60 auf über 200.

1972

Von 1972 bis 1973 wird die Sportplatzanlage auf dem Ebnat gebaut und gleichzeitig eine neue Flutlichtanlage. Letzteres ist durch die Unterstützung der Stadt Leutkirch und dem Zuschuß aus der Jagdpacht möglich geworden. Der Rest wurde mit eigenen Mitteln finanziert.

1973

Beim Pokalturnier wird stolz die Flutlichtanlage eingeweiht, kann doch kein Nachbarverein eine solche Anlage herzeigen. Allerdings währt die Freude mit dem neuen Platz nicht lange, denn der Untergrund entspricht nicht den Anforderungen.

1975

Die SG nimmt ab 01.01.1975  den Schützenverein Eichenlaub als Abteilung auf. Die Schützen sind danach 10 Jahre im Verein integriert.

1976/79

Nach abwarten des Winters wird mit dem Bau des eigenen Vereinsheimes begonnen. Die Stadt Leutkirch gewährt einen Zuschuß und auch der Getränkelieferant hilft durch Mitfinanzierung. Ende 1979 ist es dann soweit, das Vereinsheim kann bezogen werden. Die Hauptversammlung 1979 bringt einen erneuten Wechsel in der Vorstandschaft: Josef Übelhör wird 2. Vorsitzender.

1980

Das 20jährige Bestehen der SG wird in der Turnhalle gefeiert.
Durch die Sanierung der Sportanlage auf dem Ebnat bemüht man sich um einen Ausweichplatz. Familie Merk stellt einen entsprechenden Platz an der Eschach.

1983

Die Vorstandschaft wählt einen neuen 2. Vorstand, Uwe Radigk. Peter Müller wird Kassier.

1985

Die SG kann in diesem Jahr auf ihr 25jähriges Bestehen zurückblicken. Mit Bewunderung mußte man an die Männer denken, die es 1960 wieder gewagt haben, zwischen Leutkirch und Isny einen Sportverein zu gründen. Neben einer Jubiläumsfeier standen in einer Sportwoche noch Judokämpfe, Fußballspiele, Völkerball usw. auf dem Programm.

1986

In der Hauptversammlung wurde Hubert Steible als 1. Vorsitzender bestätigt. 2. Vorsitzender wird Franz Karg, Kassier bleibt Peter Müller.

1989

Die Hauptversammlung bestätigte die Vorstandschaft. 1. Vorsitzender bleibt Hubert Steible, 2. Vorsitzender Franz Karg und Kassier Peter Müller.

1992

Bei der Hauptversammlung wurden Hubert Steible, Franz Karg und Peter Müller in Ihren Ämtern bestätigt. Der Ausweichplatz an der Eschach muß dem neu erschlossenen Baugebiet weichen. Ein neuer Platz wurde an der Beurener Straße vom kath. Pfarramt gestellt.

1993

Endlich ist die Baugenehmigung für den Ausweichsportplatz erteilt. Nachdem bereits im Herbst 1992 der Platz von der großen Kreisstadt Leutkirch eingeebnet und Grassamen aufgebracht wurde, konnte man nun loslegen. Zur Unterbringung der Sportgeräte wird ein Geräteschuppen erbaut. Zudem mußte noch eine Flutlichtanlage her, da der Ausweichplatz hauptsächlich abends im Trainingsbetrieb benötigt wurde. Wiederum mit viel Eigenleistung, Spenden und einer Bezuschußung der großen Kreisstadt Leutkirch konnte dies nun verwirklicht werden.

1995

Änderung in der Vorstandschaft: Joachim Dieing wurde als Nachfolger von Franz Karg zum 2. Vorsitzenden gewählt. Erich Ochsenreiter wird neuer Kassier.

1996

Die Abteilungen Judo und Gymnastik feiern in einem Festakt ihr 25jähriges Jubiläum.

1997

Das 1. Oktoberfest in Friesenhofen wird ins Leben gerufen. Am 11.Oktober  spielte die Trachtenkapelle Friesenhofen in der Ebnathalle auf, und neben original Münchner Oktoberfestbier, herzhaften Speisen wurde noch ein urbayrischer 3-Kampf durchgeführt.

1998

Eine Ära geht zu Ende. Hubert Steible, der  durch seine neue Aufgabe als Ortsvorsteher in Interessenkonflikt geriet, trat nach 33 Jahren zurück. Zu seinem Nachfolger wird Joachim Dieing gewählt. 2. Vorsitzender wird Uwe Radigk, Kassier Alexander Reisacher.
Bei der offiziellen Verabschiedung wurde Hubert Steible von Joachim Dieing für seine herausragende Taten geehrt und zum Ehrenmitglied ernannt.
Am Ausweichplatz werden zwei Ballfangzäune errichtet. Neben vieler ehrenamtlich geleisteten Stunden wurde die Finanzierung von der großen Kreisstadt Leutkirch übernommen.

1999

Hubert Steible wurde bei der Ehrung zum ‘‘Sportler des Jahres‘‘ , eine Auszeichnung der großen Kreisstadt Leutkirch, zum ‘‘Funktionär des Jahres‘‘ geehrt. Joachim Dieing unterstreichte in seiner Laudatio nochmals die langjährigen, erfolgreiche Taten.

2000

Die Abteilung Aerobic wird gegründet.

2001

Joachim Dieing und Uwe Radigk werden  bei der Hauptversammlung in Ihren Ämtern bestätigt. Dominik Kösel wird zum neuen Kassier gewählt. Das auf Ende September geplante Oktoberfest (seit 1997 jährlich Bestand) wurde Aufgrund der schrecklichen Ereignissen in den USA von der Vorstandschaft aus Pietätsgründen abgesagt.
 
Ein Langlauf-Spurschlitten wird angeschafft. Die Finanzierung erfolgte durch die Große Kreisstadt Leutkirch und Spendern. Die Abteilung Wintersport und Mutter Kind Turnen wird gegründet.